When the soul is burning

Hervorgehoben

experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul
When the pain reaches the soul and the
pain becomes unbearable.  The soul is reflected
in the water and hopes to drown the pain in the water
 
experimental photo work by © Christa Linossi 2021 – From the series Illusions .. When the pain reaches the soul Teil 2

Ars Electronica Festival 2015 Der Zukunft wieder einen Schritt voraus!

Hervorgehoben

timetablede

                                      

Ars Electronica blickt wieder in die Zukunft! Weiterlesen

Ein chinesischer Tempel zu Besuch in Salzburg

Hervorgehoben

Zhang Huan „My Temple“

bis 29. September 2015

Die Salzburg Foundation präsentiert das zweite Kunstprojekt Krauthügel in Salzburg. Das Kunstprojekt Krauthügel ist eine auf fünf Jahre angelegte Kooperation zwischen der Salzburg Foundation, der Erzabtei St. Peter und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. 2014 war Tony Cragg der erste Künstler der seine drei einzigartigen Bronzeskulpturen „Points of View“, „Runner“ und „Mixed Feelings“  auf dem Krauthügel präsentierte. Weiterlesen

Yoshitomo Nara in der Art Gallery of Western Australia

26. Februar – 25. Juni 2023
Die Kunstgalerie von Westaustralien Perth

Es ist ein digitaler Blick mit einer Entfernung von 13.355 km in die Art Gallery of Western Australia in Perth.

Die Art Gallery of Western Australia (AGWA) widmet die erste große australische Einzelausstellung des gefeierten japanischen Künstlers Yoshitomo Nara. Auch in Europa ist Yoshitomo Nara sehr bekannt.

Yoshitomo Nara, Mädchen mit Augenklappe, 2018, Acryl auf Leinwand, 120 x 110 cm © Yoshitomo Nara

Yoshitomo Nara wurde 1959 in der Präfektur Aomori (Präfekturen sind Gebietskörperschaften in Japan. Präfektur Aomori befindet sich im Norder der Region Töhoku auf der Insel Honshü und Aomori ist die Stadt) geboren. Nach Abschluss des Masterstudiums 1987 an der Aichi University oft he Arts, übersiedelte er 1988 nach Deutschland und Immatrikulierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach den Aufenthalten in Köln im Jahr 2000 übersiedelte er wieder nach Japan.

Seit den späten 1990er Jahren stellte er an verschiedenen Orten in Europa, den Vereinigten Staaten, Japan und Asien aus. Yoshitomo Nara erlangte internationale Bekanntheit für seine exquisit wiedergegebenen, sofort erkennbaren Porträts von abwechselnd süßen und bösartigen großköpfigen Figuren und melancholischen figurativen Skulpturen.

Yoshitomo Nara, Liebe aus dem Meer, 2020, Stift auf Papier, 29,7 x 21,1 cm © Yoshitomo Nara, 2020

Seine Inspirationen sind auch aus Erinnerungen an das Aufwachsen im ländlichen Norden Japans inmitten der anhaltenden Präsenz des Zweiten Weltkriegs, politischen Ereignissen der 1960er und 1970er Jahre, der Klang und die Grafik von Pop-, Rock- und Volksmusik, Literatur, Kunst aus dem japanischen Edo und der Moderne sowie der neue Expressionismus, dem er während seines Studiums und Lebens in Deutschland in den späten 1980er und 1990er Jahren begegnete. Seine Werke neigen zu Intimität als auch wieder weltlich und sind voller rebellischem Protest und doch wieder Ausdruck einer kraftvollen Gelassenheit.

Von 2011 bis 2022 wird Yoshitomo Nara: Reach Out to The Moon, Even If We Can’t dem australischen Publikum Zugang zu Schlüsselwerken aus Naras jüngster Produktion ermöglichen. Dies ist eine Zeit, in der Nara die verheerenden Auswirkungen der Katastrophe von Fukushima vom 11. März 2011 verarbeitet, bei der seine Heimatstadt von den kombinierten Auswirkungen eines Erdbebens, eines Tsunamis und eines Kernreaktorausfalls betroffen war.

oshitomo Nara, Mitternachtspilger, 2012, faserverstärkter Kunststoff, 156,8 x 54,6 x 74,9 cm © Yoshitomo Nara, 2012

AGWA-Direktor Colin Walker sagte: „Yoshitomo Nara ist einer der wichtigsten und beliebtesten Künstler der Welt, und ich persönlich bin ein langjähriger Fan. Im Laufe seiner Karriere hat Nara die Fantasie von Millionen von Menschen beflügelt, und ich bin begeistert, dass AGWA jetzt das Privileg hat, seine Praxis direkt mit den Menschen hier zu verbinden. Ich bin auch unglaublich aufgeregt, dies mit einer so kraftvollen Auswahl seiner emotional aufgeladenen figurativen Werke zu tun“.

Die am 26. Februar 2023 eröffnete Ausstellung Yoshitomo Nara: REACH OUT TO The Moon, Even If We Can’t vereint große skulpturale Werke neben Gemälden, Zeichnungen, Keramiken und Fotografien.

https://artgallery.wa.gov.au/

COLLOREDO  Reformer in neuem Licht

Ortswechsel, diesmal besuche im Dom Quartier Salzburg die aktuelle Ausstellung ALLES DREHT SICH UM MICH!

Wer ist hier eigentlich gemeint? Es handelt sich um Hieronymus Graf Colloredo der am 14. März 1772 zum Erzbischof von Salzburg gewählt wurde und die Nachfolge nach dem Tod des Fürsterzbischof Schrattenbach, der am 16. Dezember 1771 verstorben ist, antrat.

Stainhauser von Treuberg, Hieronymus Graf Colloredo, Dommuseum (c) Dommuseum_Auer

Vor gut 250 Jahren wurde Hieronymus Graf Colloredo zum Erzbischof gewählt und damit das letzte Kapitel des geistlichen Fürstentums Salzburg aufgeschlagen. Aus diesem Anlass präsentiert das Dom Quartier Salzburg die bislang umfangreichste Ausstellung über Colloredo und seine Zeit.

Franz Xaver Koenig, Hieronymus Graf Colloredo, Stadt Laufen (c) © Laufen_Anrather

Graf Colloredo war einer der reformfreudigsten Fürsten europaweit und rückte mit seiner katholischen Aufklärung ins Rampenlicht und machte es zu einem Zentrum fortschrittlichen Denkens.

Doch nicht alle seiner Erneuerungen wurden mit Beifall begrüßt. Bis heute fällt die Beurteilung von Colloredos Persönlichkeit und Wirken zwiespältig aus. Hieronymus Graf Colloredo forderte radikale, mitunter höchst umstrittene Reformen zur Umgestaltung des Landes in einen modernen aufgeklärten Musterstaat. In ganz Europa diskutierten Anhänger und Gegner der katholischen Aufklärung über seinen berühmten Reformhirtenbrief von 1782.

Hirtenbrief 1782, Hieronymus Graf Colloredo, Dioezesanbibliothek Salzburg (c) DBS_Kral

So entwickelte sich Salzburg unter Hieronymus Graf Colloredo zu einem bedeutenden „Hotspot“ der katholischen (Spät-) Aufklärung. Er führte die Grundsteuer ein und so entstand ein effizienteres und gerechteres Steuersystem, das zur dringend erforderlichen Sanierung des Staatshaushalts betrug. Bildung wurde großgeschrieben, das Schulwesen auf neue Beine gestellt und neben der Lehrerausbildung auch die der Priester reformiert. Die liberale Pressezensur begünstigte in der Residenzstadt die Gründung von Zeitungen und Fachjournalen. Die Hofbibliothek stand ebenso wie das neue Hoftheater allen Untertanen offen. Der Ausbau der Armenfürsorge war Colloredo ebenso ein Anliegen wie eine verbesserte medizinische Versorgung, gegen Ende seiner Regierungszeit auch die Verbreitung der Pockenschutzimpfung.

Colloredos Kunstverständnis, Sammeltätigkeit und Malerakademie? In der erzbischöflichen Residenz ließ Colloredo Anfang der 1790er Jahre das dritte Obergeschoß des Osttraktes zu einer Gemäldegalerie adaptieren und vereinte in seiner neuen Galerie des Osttrakts seiner Residenz die Gemälde der Sammlungen seiner Vorgänger ab dem 16. Jahrhundert und ergänzte diese mit zeitgenössischen Bildern.

Nesselthaler, Prokris und Cephalus, Residenzgalerie Salzburg (c) RGS_Ghezzi

Andreas Nesselthaler, den er 1794 zum Galeriedirektor ernannte, sollte die Galerie gestalten. (Wer ist Andreas Nesselthaler? Andreas Nesselthaler war der letzte Salzburger Hofmaler. Geboren wurde er 1748 in Langenisarhofen Niederbayern und verstarb 1821 in Salzburg).

Colloredo gelang es auch eine Malerakademie zu gründen und durch die Gründung dieser Malerakademie nahm diese auch eine besondere Rolle in der erzbischöflichen Kunstpolitik ein.

Zu dieser Ausstellung wurde auch ein umfangreicher Katalog aufgelegt der in Kooperation mit dem Archiv der Erzdiözese Salzburg entstanden ist. Er enthält neben Beschreibungen der Ausstellungsobjekte 38 Aufsätze zu Menschen und Familie, Staat und Verwaltung, Wissenschaft und Kunst, Glaube und Kirche, Alltag und Lebensbedingungen.

Aus-Colloredo-Gespraechsreihe

Die Ausstellung läuft bis 29. 5. 2023 | Nordoratorium, Residenzgalerie

JEAN EGGER

Revolutionär der modernen Malerei 1920-1930

Jean Egger, Porträt eines Jünglings (Selbstporträt), 1927 Sammlung Museum der Moderne Salzburg

Das Lentos Museum ließ mich nicht los, ich musste auch die aktuelle Ausstellung zu Hans (Jean) Egger begutachten. Er war ein Revolutionär der modernen Malerei.

Seine Porträts hatten mich in seinen Bann gezogen. Ich betrachtete sie mit einer Faszination, weil wir uns heute unter Porträt etwas anderes vorstellen. Aber für die damalige Zeit war dies sicher eine Revolution, dass sich ein Maler in eine Richtung wendet, die absolut gewagt war.

Jean Egger Porträt Signe (Lebensgefährting) um 1930/1931 / Ausstellung Lentos Kunstmuseum Linz Foto:© Christa Linossi

Egger hatte einen kühnen Pinselstrich, welches man auch immer wieder bei den Porträts oder Landschaftsbildern, im speziellen wenn er seine Lebensgefährtin Signe Wallin porträtierte, erkennen kann.

Jean Egger „Meerjungfrau 1916 /Ausstellung Lentos Kunstmuseum Linz Foto:© Christa Linossi

Die Befreiung der Farbe in seiner Malerei und die Radikalität der Formauflösung machen Jean Egger (1897-1934) zu einem der bedeutendsten Künstler der Zwischenkriegszeit. Egger löst den Pinselstrich in beinahe gestischer Weise von der gegenständlichen Darstellung und somit entstand hier sein wesentlicher künstlerischer Entwicklungssprung.

Porträt Ausstellungsansicht Jean Egger 2023 Foto Reinhard Haider

Er war ein Ausnahmekünstler und das Lentos Kunstmuseum widmet ihm eine Ausstellung, die zu seinen wichtigsten Lebensstationen führt.

Jean oder auch Hans EGGER (1897 – 1934) geborene Kärntner Maler studierte an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Nach dem Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste unternimmt er mehrere Reisen. 1924 ließ er sich für mehrere Jahre in Paris (1925-1932) nieder. Knüpfte Kontakte in den hohen Gesellschaftskreisen und stellte 1926 regelmäßig in renommierten Pariser Kunstsalons aus. In der Portraitserie seiner Lebensgefährtin Signe Wallin tritt seine sensible Suche nach dem stärksten Ausdruck in der Malerei besonders klar hervor. Als er in der Pariser Galerie Sloden im Jahr 1930 eine Einzelausstellung hatte, war er bereits am Höhepunkt seiner Karriere. Eine verschleppte Lungentuberkulose in seiner Kindheit, führte zum frühen Tod im Alter von 37 Jahren.

Statement von Brigitte Reutner-Doneus, Kuratorin: „Egger suchte stets nach dem stärkst möglichen Ausdruck, den er in einer Weiterentwicklung seines mit Chiffren verdichteten Malstils fand. Damit antizipierte er die Kunst der Nachkriegsjahre. Eine ähnliche extreme Enervierung der Kunst taucht erst in den späten 1940er Jahren bei dem Vertreter*innen der Art Brut und der COBRA-Gruppe auf: Karel Appel, Asger Jorn 2 und Corneille hätten Jean Egger mit offenen Armen in ihre Künstlergemeinschaft aufgenommen“.

Ausstellungsansicht, Jean Egger, 2023 Foto; Reinhard Haider

Die Ausstellung, ist es wert sie zu sehen und sich mit dem Ausnahmekünstler auseinanderzusetzen. Ich, die sich eher mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzt, bin zur Erkenntnis gekommen, dass man auch hin und wieder einen Blick in die Vergangenheit machen muss. Denn auch die Künstler*innen aus der Vergangenheit, waren zur damaligen Zeit  auch zeitgenössische Künstler*innen.

Die Ausstellung läuft im Lentos Kunstmuseum Linz bis 07. Mai 2023

UNVORHERSEHBARE Ereignisse

von Anita WITEK   im Lentos Kunstmuseum Linz

ANITA-WITEK Foto privat

Es zahlt sich immer wieder aus, einen Blick in das Lentos Museum in Linz zu werfen. Diesmal präsentiert das Lentos Anita Witeks jüngste Arbeiten, die unter dem Einfluss der Pandemie und der damit ausgelösten gesellschaftlichen Umbruchstimmung entstanden sind.

Ausstellungsansicht Anita Wite 2023 Lentos Kunstmuseum Linz Foto Reinhard Haider

Was macht die Arbeiten von Anita Witek so interessant? Ist es die Collage und die damit verbundenen Prozesse des Sammelns, Auswählens und Neu-Arrangierens visueller Dokumente? Es gibt dem Betrachter*innen einen unterschwelligen Einfluss massenmedialer Bilder auf die Wahrnehmung und unsere Sehgewohnheiten.

ReflexOfFreedom04_gross Anita Witek Reflex of Freedom aus der Serie Unvorhersehbare Ereigniss , 2022 Bildrecht Wien 2022

Witek geht vom Medium der Fotografie aus, sie hinterfragt nicht nur die Wahrnehmung, sondern auch den Wahrheitsgehalt von Bildern und Texten in Massenmedien. Sie durchleuchtet die Bilderflut aus unterschiedlichen Perspektiven.

Anita Witek Eskalierendes Commitment aus der Serie Unvorhersehbare Ereignisse 2022 (c) Bildrecht, Wien 2023 und die Künstlerin

Als Betrachter muss man sich jedoch Schritt für Schritt an die Arbeiten herantasten. Auf den ersten Blick sieht unser Auge ein Wirrwarr an Elementen unterschiedlicher Dinge, die man nicht erfassen kann. Jedoch je länger man vor einem Werk steht und es aus allen Blickwinkeln ansieht, entdeckt man das eine oder andere Objekt oder ist es nur eine Täuschung? Es sind teilweise fotografische Abbildungen aus Printmedien, woraus sie wieder Collagen entwickelt, und sie fotografiert, dadurch entsteht wieder ein komplett anderes Bild.

Es sind wirkungsvoll gruppierte Bilder sowie räumliche Installationen, die die versteckten, ästhetischen und ideologischen Gehalte der verwendeten Vorlagen offenlegen und gleichzeitig zum Gegenstand eigenständiger assoziativer Bildgeschichten machen.

Witek übersetzt die Fotografie somit ins Dreidimensionale und schafft aus vorgefundenem Bildmaterial durch collagenartiges Zusammenfügen eine kraftvolle Fotoplastik und durch die intensive Reduktion ihrer Sujets in Zeiten der Bilderflut fordert sie die Betrachter*innen auf die Leerstellen hin diese zu füllen und sich gedanklich auf ein spannendes Experiment sich einzulassen.

Mit Anita Witek setzt das Lentos konsequent die Reihe fort, spannende zeitgenössische, weibliche Positionen ins Rampenlicht zu rücken.

Anita Witek lebt und arbeitet in Wien. Die Künstlerin war bereits mit Einzelausstellungen in London und New York vertreten und wurde u.a. mit dem Österreichischen Kunstpreis für Fotografie ausgezeichnet.

Prädikat:  sehenswert, die Ausstellung läuft noch bis 16.04.202

https://www.lentos.at/

SOKO LINZ Zweite Staffel 2023

Daniel Gawlowski, Katharina Stemberger Foto: © Christa Linossi

Entstanden ist dieses Sendeformat „SOKO“ 1978 und es wurde zu einem Erfolgsformat, dass sich bis heute gehalten hat. Die erste Serie des Formats entstand 1978 unter dem Titel SOKO 5113.

Wer kennt sie also nicht diese Krimiserie SOKO die quer durch Österreich und Deutschland über die Bildschirme flimmert.

 Pressekonferenz Anfang Februar 2023 wurde die zweite Staffel (gedreht von Mai bis September 2022) SOKO LINZ vorgestellt. Mit 13 neuen Folgen und spannenden, vielseitigen, grenzüberschreitenden Fällen können sich die Zuseherinnen und Zusehern dieser Serie erfreuen.

v.l.n.r.: Produzent Florian Gebhardt, Generaldirektor des ORF Mag. Roland Weißmann, Schauspieler Daniel Gawlowski, Schauspielerin Katharina Stemberger, ORF TV Mag. Katharina Schenk und Landesdirektor des ORF Oberösterreich Klaus Obereder Foto: © Christa Linossi

Neben neuen Drehorten, die das facettenreiche Linz und seine Umgebung abbilden, geht es diesmal nicht nur zu den verschiedensten Ecken der Landeshauptstadt Linz, sondern auch an den Attersee, ins Eferdinger Becken, an den neuen Medizin-Campus der Kepler Universität und sogar über die Grenzen hinaus bis nach Tschechien.

Diese Staffel sorgt für noch mehr Action, Spannung, Konflikte, persönliche Geschichten der verschiedenen Figuren und Auseinandersetzung mit sehr aktuellen Themen.

Die Hauptdarsteller: v.l.n.r.: Alexander Pschill, Anna Hausburg, Paula Hainberger, Miriam Hie, Katharina Stemberger, Daniel Gwalowski, Damian Andreev Foto: © Christa Linossi

In den Hauptrollen sind Katharina Stemberger die die Chefinspektorin Joe Haizinger darstellen wird. Daniel Gawlowski ist Ben Halberg als Kriminalhauptkommissar, der es mit seinem psychologischen Geschick stets, die Ermittlungen voranzutreiben weiß. Anna Hausburg spielt Nele Oldendorf, die in ihrem Job gut angekommen ist und unterstützt ihr Team professionell und sympathisch. Alexander Pschill ist Dr. Richard „Richie“ Vitek hält sich als Gerichtsmediziner immer mit seiner Meinung zurück und sagt, was er sagen muss, wenn er es sagen kann – keine Vermutungen, das ist die Devise. Damyan Andreev ist Aleks Malenov der sich mehr und mehr in sein Team einbringt, seine Recherchearbeit und rasche Auffassungsgabe sind eine große Stütze bei den Ermittlungen. Paula Hainberger ist Emilia Ertl, die sich vom Teenager zur einer jungen Frau entwickelt und sich mit ihrem Vater Ben (Kriminalhauptkommissar) nicht arrangieren kann und Miriam Hie ist Yara Nejem, die immer wieder versucht Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Blicken wir auch einmal hinter die Kulissen des Entstehens der Serie: Was bedeutet es ein Jahr lang auf der Suche, um eine Staffel zu drehen. Es sind 97 Arbeits- oder Drehtage die Kamera zu positionieren, dann 7 Hauptdarstellerin und Hauptdarsteller, die vor der Kamera stehen. 64 Episoden Darstellerin oder Darsteller müssen gefunden werden, dann kommen an die 1000 Komparsen und Komparsinnen hinzu. 732 Szenen wurden gedreht, wo man auch 732 Drehorte finden musste. Dann kommt es auf die Perspektiven darauf an, wo stehen die Kameras wo die Schauspieler, wo ist der Lichteinfall usw.

Regie führten: Kim Strobl, Martin Kinkel und Claudia Jüptner-Jonstorff.

Es ist eine Koproduktion von ORF und ZDF, hergestellt von Gebhardt Productions mit Unterstützung vom Land Oberösterreich. Die Drehorte waren Linz und Umgebung sowie Tschechien.

Zweite Staffel ab 7. Februar 2023 / Dienstag 20:15 Uhr ORF 1

Ich bin für meine Leser und Leserinnen immer am Puls der Zeit und informiere Sie über aktuelles Kultur- und Kunstgeschehen

KUNSTHAUS GRAZ wird „ZWANZIG“

Kunsthaus Graz „the friendly Alien“ Foto: © Christa Linossi

Für die Kulturhauptstadt Graz 2003 bauten die beiden Londoner Architekten Peter Cook und Colin Fournier eine „Luftblase“ deren bläulich schimmernde Hülle über dem gläsernen Erdgeschoss zu schweben scheint.

Das Kunsthaus Graz wurde im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2003 errichtet und gilt seither als neues architektonisches Wahrzeichen der Stadt Graz und wird heuer 20 Jahre alt. Das Bauwerk, dessen Ausstellungsprogramm die zeitgenössische Kunst der letzten fünf Jahrzehnte umfasste, ist Teil des Universalmuseums Joanneum.

Graz die Kulturhauptstadt war auch das Geburtsjahr des architektonischen Wahrzeichens der Stadt. In seinen Ausstellungen und Projekten wurden immer wieder gesellschaftliche Fragen diskutiert, die Entstehung neues Kunstwerk initiiert und eine Vielfalt an Vermittlungsprogrammen und Veranstaltungen verwirklicht. Darüber hinaus fördert es die Auseinandersetzung mit Kunst, Design, Architektur und dem Ausstellen an sich und verbindet Disziplinen und Kulturen.

Marko Mele (wissenschaftlicher Direktor UMJ), Günter Riegler (Kulturstadtrat), Andreja Hribernik (Geschäftsführerin Kunsthaus Graz), Katrin Bucher Trantow (Chefkuratorin), Christopher Drexler (Landeshauptmann), v.l., Foto: Kunsthaus Graz/J.J. Kucek

Andreja Hribernik, ist seit 2023 Alleingeschäftsführerin des Kunsthaus Graz und folgt somit Frau Dr. Barbara Steiner, die das Kunsthaus seit 2016 geleitet hat und nun die Leitung der Stiftung Bauhaus Dessau in Sachsen-Anhalt ab Jänner 2023 übernimmt.

Wer ist Andreja Hribernik?Sie war seit 2013 wissenschaftliche, künstlerische und kaufmännische Direktorin des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst Koroška, Slowenien. Ihr Doktorratsstudium absolvierte sie am Institut für humanistische Studien in Ljubljana. Ihr Fokus liegt auf der Rolle der Kunst in der Gesellschaft. Ihre Dissertation handelt über das Thema „Das Museum als Ort der Utopie“. Sie ist überzeugt, dass das Kunsthaus Graz globale und regionale Entwicklungen bestens verbinden kann.

Statements von Andreja Hribernik

„Im Jahr 2023 geht es im Ausstellungsprogramm des Kunsthauses Graz um Annäherungen an das Thema der Trennung, der Abgrenzung, des Überschreitens, des Zusammenkommens und um Übergreifendes. Einerseits thematisiert dies die Kunst auf der geopolitischen Ebene und andererseits auf der Ebene der Beziehungen zwischen Natur und Kultur sowie des Körpers und der Gesellschaft. In den Ausstellungen werden gesellschaftlich wichtige Themen durch die Kunst seismografisch definiert und aufgearbeitet. Der rote Faden, der sich durch das Programm 2023 zieht, mündet im Herbst in die Ausstellung mit dem Haupttitel Re-Imagine the Future, mit der wir sowohl die letzten 20 Jahre reflektieren als auch unseren Blick in Zukunft richten.“

Den Start machen die Ausstellungen Isa Rosenberger – Schatten, Lücken, Leerstellen und die Ausstellung Ingrid Wiener, Martin Roth – Von weit weg sieht man mehr im Februar.  

Isa Rosenberger, MANDA, 2023
Setfoto: Reinhard Mayr, Tänzerin: Celia Millan, Koproduktion von Kunsthaus Graz und Stiftung Bauhaus Dessau

Ab März die Ausstellung von Anna Spanlang „Baby better have my menstruation. I ain’t no museum“,

Anna Spanlang, „Green Scream Clap“, 2020
© Bildrecht, Wien 2023

Ab Mai: Körper und Territorium Grenzübergreifende Dialoge. Eine Kooperation mit MSU-Zagreb

Ab Juni: Plamen Dejanoff „Heritage Project“

Ab September 2023: Mit einer differenzierten Re-Aktivierung von Geschichte, mit spezifischen künstlerischen Neuproduktionen und performativen Interventionen begeht das Kunsthaus Graz seinen 20. Geburtstag. Die Aufforderung „Auf ins Ungewisse – Up into the Unknown“ der Kunsthaus-Architekten Colin Fournier und Peter Cook ist und war eine abenteuerliche Einladung, die Grenzen der Imagination zu erproben und die Forderung nach alternativen Ideen und Utopien zu ermöglichen. Aus der Geschichte nun eine Vielzahl möglicher Stränge in die Gegenwart und die Zukunft zu spinnen, wird für Re-Imagine the Future zum Leitfaden einer mehrstimmigen Spekulation.

Gezeigt wird Sol LeWitt’s Wall – Performed im Space01,

Sol LeWitt’s Wall – Performed im Space01, Bild: Margherita Spiluttini

sowie die erste von Andreja Hribernik kuratierte Ausstellung

Die/Der/Das Andere im Space02.

Jasmina Cibic, Nada Act II, Installationsansicht, Phi Foundation, Montreal, 2018, Foto: Max Tremblay,
Courtesy die Künstlerin und Phi Foundation, Montreal
 

Zum Abschluss noch das Statement von Landeshauptmann Christopher Drexler:

 „2023 ist ein ganz besonderes Jahr für Kunst und Kultur in Graz und der Steiermark. Das Kunsthaus ist nicht nur eine architektonische Landmark, die in der Landeshauptstadt ein Wahrzeichen geworden ist, sondern es ist ein wichtiger Kulminationspunkt insbesondere für zeitgenössische Kunst. Andreja Hribernik ist seit Jahresbeginn in der Hauptverantwortung und hat heute das Programm für 2023 präsentiert, das ein besonderes Jubiläumsjahr reflektiert und gleichzeitig einen Ausblick bietet. Ich freue mich auf 20 Jahre Kulturhauptstadt und Kunsthaus, neue Akzente mit neuen Persönlichkeiten an der Spitze und insbesondere auf ein wunderbares Programm mit vielen bemerkenswerten Ausstellungen.“

Mit Spannung werde ich immer wieder einen Blick auf die eine oder andere Ausstellung werfen und darüber berichten. Ein Spezialbericht wird es dann im Herbst zur Geburtstagsfeier geben.

https://www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz

Deutscher Cartoonpreis 2022 geht an Oli Hilbring.

Oli Hilbring (c)privat_preview

Wir lesen alle gerne Cartoons und über das eine oder andere müssen wir immer wieder schmunzeln.

Was sind Cartoons? Ein Cartoon ist eine Grafik, die eine komische oder satirische Geschichte in einem Bild erzählt. Tag für Tag beschäftigen sich die Cartoonisten um das politische Tagesgeschehen, welches mit kritischer Absicht als Karikatur gezeichnet wird.

Cartoon_Oli Hilbring_(c)Beste Bilder 13_Lappan Verlag, 2022_preview

Jedes Jahr rufen der Lappan Verlag und die Frankfurter Buchmesse zum DEUTSCHEN CARTOONPREIS auf. Über 3.000 Cartoons wurden von über 350 Zeichner: innen eingereicht. Aus diesen Einsendungen wählten die Herausgeber: innen der Reihe „Beste Bilder – Cartoons des Jahres“ 291 Cartoons, gezeichnet von 81 Cartoonist:innen und Cartoonistenteams, für das Buch „Beste Bilder 13“ aus. Auf der Grundlage dieses Buches ermittelte die Jury die drei Gewinner-Cartoons. Die Preise wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 20. Januar 2023 in Kooperation mit der Caricatura – Galerie für Komische Kunst im Gleis 1 im Kulturbahnhof Kassel überreicht.

Der Deutsche Cartoonpreis für 2022 geht an Oli Hilbring. Den zweiten Platz belegt Dorthe Landschulz, den dritten Platz erhält Silvan Wegmann.

Wer ist Oli Hilbring? Oli Hilbring, der aus dem Ruhrgebiet stammt, ist Cartoonist, Grafiker und Dekorateur. Seine erste Veröffentlichung gab es 1992 im Marabo – ein Magazin fürs Ruhrgebiet. Werfen Sie einen Blick auf seine Homepage https://www.oli-hilbring.de/ https://www.oli-hilbring.de/blog/2023/01/01/bettina/  und Sie werden verstehen, warum er den Deutschen Cartoon Preis 2022 verdient, gewonnen hat.

Natürlich gab der Verlag auch ein Buch zu den besten Cartoons des Jahres 2022 heraus. Es handelt sich hier um einen satirischen Jahresrückblick mit den besten Cartoons des Jahres 2022.

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„Stell dir vor, es ist Krieg!
Pandemie, das erste Jahr der Ampel, ein schwacher amerikanischer Präsident, Winterspiele in China, Greenwashing von Atomkraft und Gas in der EU, ein Partygate nach dem andere in England – und ein entfesselter, krimineller, russischer Autokrat, der sein eigenes Volk belügt, einsperrt und in fremde Länder einmarschiert. Es ist ein Wahnsinn!

In über 250 Cartoons und Karikaturen erklären uns die besten deutschsprachigen Cartoonisten satirisch und mit viel schwarzem Humor das Geschehen in Deutschland und der Welt.“

Nach dem Motto „LACHEN IST GESUND“ sollten Sie es nicht verabsäumen, dieses Buch zu lesen.

Lappan Verlag: ISBN 978-3-8303-3642-6

ARGEKultur Salzburg 2023

„ALLES BLEIBT ANDERS“

Sebastian Linz Künstlerische Geschäftsführung, Martina Fladerer, Dramaturgie
Foto: © Christa Linossi

Was will man mit dieser ÜBERSCHRIFT aussagen?

„Alles bleibt anders“? Man könnte sagen, alles bleibt, wie es ist oder doch nicht? Alles bleibt, aber ist doch anders? Ich würde mich dem letzteren anschließen.

Die ARGEKultur setzt weder auf Bewährtes und Bekanntes, sondern geht den Weg der Öffnung konsequent weiter. Sie lassen die Grenzen zwischen Kunst, Kultur und Gesellschaft, zwischen Künstler*innen und Publikum, zwischen analoger und digitaler Welt verschwimmen.

ARGEkultur_Digitales Foyer_10 © ARGEkultur

2022 war es das OPEN MIND Festival, es war das größte Projekt im Jahresprogramm und dieses wird nun aufgelöst. Dafür wird ein OPEN MIND FREQUENTLY installiert, welches ein flexibles Format sein soll, dass auf Themen schneller reagiert, die in Stadt und Land von Relevanz sind und verdichten damit das Jahresprogramm und knüpfen Fäden in verschiedene Bereiche der (Stadt-) Gesellschaft.

Mit diesem flexiblen Programm will die ARGEKultur bezwecken, dass Salzburger*innen selbst zu Produzenten*innen, Protagaonist*innen werden und bespielt es mit digitalen und hybriden Projekten wie ONE UPON R GROUNDS von „gold extra“, die PHILOSOPHIERMASCHINE von „Interrobang“ und der Tanzperformance REALITY WARPING von „Jasmin Ellis“. Auf das eine oder andere digitale Thema gehe ich noch näher ein.  

ONCE UPON UNSTEADY GROUNDS_Key Visual Foto: © gold extra

Man darf gespannt sein, ob es wieder ein radikales performatives Experiment wird, wie DREI TAGE WACHE des Salzburger ‚Theater der Mitte‘ oder die internationale Koproduktion wie PLEASURE mit der finnischen Performancegruppe Oblivia – wo mittlerweile bereits eine dritte Zusammenarbeit zustande kommt – ob Musik, Kabarett, Text oder Diskurs. So auch das Motto: ALLES BLEIBT ANDERS.

Ich habe mir aus dem neuen Programm die PHILOSOPHIERMASCHINE herausgepickt.

Projekt: DIE PHILOSOPHIERMASCHINE_Interrobang_Performance Foto: © Paula Reissig

Worum geht es hier? Die PHILOSOPHIERMASCHINE ist ein Projekt des in Berlin und Salzburg ansässigen Medienkunst- und Performancekollektivs INTERROBANG (Nina Tecklenburg, Till Müller-Klug, Lajos Talamonti) ist eine Künstliche Intelligenz, die tote Denker*innen zu neuem Leben erweckt. Per Kopfhörer und Knopfdruck kann das Publikum mit Hannah Arendt*, Karl Jaspers*, Ernst Bloch* und anderer Philosoph*innen der ‚Frankfurter Schule‘ in einen lebendigen Dialog treten und ihre zentralen Themen für die Gegenwart neu verhandeln: Freiheit, Dissidenz, Anderssein, Zensur, gesellschaftliche Utopie, Hoffnung – im europäischen 20. Jahrhundert waren diese Begriffe Nachkriegsphilosophie.

INTERROBANGS algorithmische O-Ton-Montage ermöglicht es dem Publikum, mit den verstorbenen Persönlichkeiten* jeweils individuelle ‚Gespräche‘ zu führen. Die Algorithmen sind dabei bewusst so gestaltet, dass ein Dialog zu aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen möglich wird. Aus der philosophischen Arbeit am Begriff entwickelt sich ein spielerisches Panorama von kollektiven und öffentlichen Denk- und Handlungsräumen.

Für die Salzburger Vorstellungen der PHILOSOPHIERMASCHINE wird das bestehende analoge Projekt für den digitalen Raum adaptiert und in das Digitale Foyer der ARGEkultur integriert.

Stattfinden wird dieses Projekt im April 2023 und man darf gespannt sein, wie sich Mensch und Maschine miteinander über philosophische Fragen auseinandersetzen.

Projekt DREI TAGE WACH Foto: © Remo Rauscher

Ein weiteres Projekt auch spannend klingt, ist das, im Februar bereits stattfindende Projekt OPEN MIND FREQUENTLY: DREI TAGE WACH Während sich das Theater der Mitte in DREI TAGE WACH dem Theaterkomplex aus Leistung, Überwachung und Erschöpfung geradezu körperlich aussetzt und dabei an Grenzen geht, legen wir uns erstmal hin. Im Saal wartet eine Landschaft aus Matratzen – ein Ort der Ruhe, der seine Besucher*innen aber nicht in Ruhe lässt.

Wovon sprechen wir, wenn wir von Leistung sprechen? Warum ist Leistung so wichtig in der Gesellschaft? Hängen Kapitalismus und Prekariat mit Leistung zusammen?

In entspannter Atmosphäre befragen, vertrieben und kommentieren wir die Performance mit Studio mit Lektüre, Diskurs, Film und Musik. Ein Kommen und Gehen sind jederzeit möglich, ein Besuch im Studio bei dem Performer*innen natürlich erwünscht.

ALLES BLEIBT ANDERS. Verspricht genauso spannend zu werden, wie im Vorjahr das OPEN MIND Festival.

Hier geht es zum Programm 2023 der ARGEkultur: https://www.argekultur.at/

EIN ARCHÄOLOGISCHER JAHRHUNDERTFUND eines spätkeltischen Hortfund!

Ein archäologischer Jahrhundertfund im Salzburg Museum Foto: © Christa Linossi

Wenn das Salzburg Museum zu einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann Dr. Haslauer und Vertretern der Landespolitik ruft, dann muss hier ein besonderer Hintergrund vorliegen. Das Geheimnis wurde nun bei der Pressekonferenz gelüftet!

von li nach re: Dr.Peter Höglinger, MA Bundesdenkmalamt, Dr.Wilfried Haslauer, Dr.Brigitta Pallauf, Vizebürgermeister Bernhard Auinger, Dr.habil. Holger Wendling, Hon.-Prof.Mag.Dr.Martin Hochleitner Pressekonferenz im Salzburg Museum / Foto: © Christa Linossi

Im Mai 2021 an einem Freitagnachmittag, erreichte die Salzburger Abteilung Archäologie des Bundesdenkmalamtes eine telefonische Fundmeldung aus Neumarkt am Wallersee.

Der geborgene Goldschmuck / Foto: © Salzburg Museum

Es handelte sich um einen archäologischen Jahrhundertfundes. Gefunden wurde ein einzigartiger spätkeltischer Hortfund aus Goldschmuck und Silbermünzen in Neumarkt am Wallersee. Es handelte sich um drei keltische Großsilbermünzen, zwei glatte Fingerringe und einen massiven Armreif aus Gold. Es erfolgten weitere archäologische Untersuchungen mittels des Bundesdenkmalamtes und so konnten noch weitere 25 Tetradrachmen (ist eine Münze, die vom Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. bis zur römischen Kaiserzeit geprägt wurden), zwei verzierte goldene Fingerringe und als buchstäbliches Glanzstück ein Torques (Hals Reif) ebenfalls aus Gold freigelegt und dokumentiert wurden.

Der Hortfund von Neumarkt am Wallersee Foto: © Salzburg Museum

Der Hortfund von Neumarkt am Wallersee ist eine Bereicherung des spätkeltischen Kulturerbes in Österreich mit europäischer Ausstrahlung.

Neben seiner herausragenden Qualität eröffnet der Fund insbesondere durch die genaue Dokumentation seiner Entdeckung und Bergung wertvollste Forschungsgrundlagen für die Kultur der späten Eisenzeit.

Die 28 boiischen Tetradrachmen, Silber Foto: © Salzburg Museum

Die Herstellung der Objekte ist um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Anzusiedeln. Ihre Deponierung dürfte nur wenige Jahrzehnte später stattgefunden haben. Warum es deponiert wurde, lässt noch Rätseln! Es könnte aber auch sein, da im 1. Jahrhundert v. Chr. eine Zeit wirtschaftlicher, sozialer und politischer Krisen galt, könnte es sich auch um einen unter drohender Gefahr in Zeitnot wenig sorgfältig verborgenen Schatz handeln. Aber auch kultische Motive wie eine Opfergabe könnten zur Vergrabung im Boden sein. Zweifellos gehörten die 28 Großsilbermünzen sowie der prunkvolle Goldschmuck einer hochrangigen Person. Die boiischen Münzprägungen weisen in das Gebiet des heutigen Tschechiens und der Slowakei.

Tetradrachme, Silber Foto: © Salzburg Museum

Archäologische und archäometrische Analysen sollen nun helfen, die offenen Fragen zur Herkunft der Objekte, den Motiven und Umständen ihrer Verbergung sowie der spätkeltischen Geschichte in der Region Salzburg zu klären.

Statement von Priv.-Doz.Dr. habil. Holger Wendling, Leiter Fachbereich Archäologie Salzburg Museum:

„Das Salzburg Museum kann stolz auf einige weltberühmte archäologische Objekte in seiner Sammlung sein. Dazu gehören auch herausragende ‚Jahrhundertfunde‘: Für das 19. Jahrhundert steht der bronzezeitliche Kriegerhelm vom Pass Lueg und das 20. Jahrhundert glänzt mit der keltischen Schnabelkanne des Dürrnberg. Der Gold- und Silberschatz aus Neumarkt setzt diese Tradition der ‚Jahrhundertfunde‘ im dritten Jahrtausend fort. Als Experte der spätkeltischen Eisenzeit freue ich mich besonders auf die wissenschaftliche Analyse dieses einzigartigen Hortfundes, die wir mit internationalen Kooperationen planen“.

Wie gelangt dieser Archäologische Fund nun in das Salzburg Museum? Zum 100. Jubiläum des Salzburger Museumsverein gelang der Erwerb eines archäologischen Jahrhundertfundes und dieser einzigartige spätkeltischer Hortfund aus Goldschmuck und Silbermünzen (geborgen von Archäologen des Bundeskanzleramts) gelangt nun durch den Salzburger Museumsverein in die Sammlung des Salzburg Museum.

https://de.wikipedia.org/wiki/Depotfund

Embrace Memorial oder

ENTHÜLLUNG DER UMARMUNG BOSTON

Entworfen von Hank Willis Thomas

Künstlerprojekt – Enthüllung von Hank Willis Thomas „The Embrace Boston“ 13. Jänner 2023 Foto: Pace Gallery

Am 13. Jänner 2023 wurde das Embrace Memorial in Boston auf dem historischen Boston Common enthüllt und erinnert an das Vermächtnis von Dr. Martin Luther King jr. und Coretta Scott King, die sich in Boston trafen und zur Schule gingen.

Die 20 Fuß hohe, 40 Fuß breite Skulptur symbolisiert die Umarmung die Dr. King. Jr. mit seiner Frau Coretta teilte, nachdem er 1964 den Friedensnobelpreis gewonnen hatte.

„Die Umarmung“ ist ein langlebiges Symbol für das Vermächtnis des King jr., seine Liebe und die Auswirkungen dieser Liebe auf uns alle.

Der weltbekannte Konzeptkünstler Hank Willis Thomas – wird neu von der Pace Gallery New York vertreten – und die weltweit preisgekrönte Designfirma MASS Design Group wurden von einem Komitee aus lokalen Organisatoren, Künstlern und Gemeindemitgliedern als Designer für das Denkmal beauftragt.

„Es gibt so viele Denkmäler, die Denkmäler sind, aber dies soll nicht nur die Könige feiern, sondern auch ihr Vermächtnis und wie sich ihr Vermächtnis in unserem Leben auswirkt. Ich wollte die Arbeit zu einem Aufruf zum Handeln machen. Eine Erinnerung daran, dass jeder von uns in uns die Fähigkeit hat, entweder einer dieser beiden Menschen zu sein oder tatsächlich etwas Inspiriertes und Einflussreicheres zu sein „, sagte Hank Willis Thomas. „Indem wir eine andere Person umarmen, wachsen unsere Möglichkeiten. Ich wollte die Kraft und Schönheit hervorheben, mit einer anderen Person zusammenzukommen, um unsere gemeinsamen Ziele zu manifestieren. Ich fühle mich geehrt, Teil des Teams zu sein, das dieses Herzstück und diesen Treffpunkt in der historischen Stadt Boston und den Ort, an dem sich die Könige trafen, gebaut hat.“

„Von der Ideenfindung bis zur Kreation war der Aufbau von The Embrace eine Übung in Absicht“, sagte Jonathon Evans, Mass Design Principal. „Wir fühlen uns geehrt, Teil der Geschichte zu sein, die es feiert, und die Zukunft, die es repräsentiert, anzunehmen.“

Das Embrace Memorial, das sich auf dem Freedom Plaza von 1965 befindet, ehrt auch 69 lokale Bürgerrechtsführer, die zwischen 1950 und 1970 aktiv waren, um die wenig erzählten Geschichten der schwarzen und braunen Gemeindemitglieder von Boston zu verbessern.

The Embrace ist im Februar für die Öffentlichkeit zugänglich und mittlerweile ein fester Bestandteil der Landschaft von Boston und ein Eckpfeiler der Gleichheit und Gerechtigkeit für Einwohner und Besucher von Boston. Das Denkmal und das umliegende Freedom Plaza von 1965 dienen als Ausgangspunkt in ein antirassistisches, einladendes und radikales Boston, während sich die Stadt ihrem 400-jährigen Jubiläum im Jahr 2030 nähert.

https://www.pacegallery.com/journal/unveiling-hank-willis-thomas-embrace-memorial-in-boston/